USD/JPY auf neue 24-Jahres-Hochs katapultiert
USD/JPY Analyse
Das Währungspaar gewinnt seit Montag mehr als 2,5 % und verzeichnet die vierte Gewinnwoche in Folge. Heute wird es auf den höchsten Stand seit August 1998 katapultiert. Das starke politische Gefälle zwischen der US-amerikanischen und der japanischen Zentralbank ist die Hauptursache dafür, da letztere im Gegensatz zu ihren wichtigsten Gegenspielern auf der weitaus dovisheren Seite des politischen Spektrums steht.
Die US-Notenbank hat die Zinssätze in diesem Jahr bereits viermal angehoben (auf 2,25-2,5 %), und trotz der Hinweise auf ein langsameres Tempo in der Zukunft hat sie kürzlich ihre Entschlossenheit bekräftigt, die Inflation zu senken, wobei der Vorsitzende Powell in seiner jüngsten Rede in Jackson Hole die Tür für einen weiteren übermäßigen Anstieg um 0,75 % offen hielt.
Die Märkte rechnen definitiv mit einem solchen Schritt, da das FedWatch Tool der CME diesem Ergebnis für die Sitzung am 21. September eine Wahrscheinlichkeit von mehr als 70 % zuweist, wobei die Zinssätze bis Ende des Jahres bei 4 % gesehen werden [1]. Dies ist eine Quelle der Stärke für den Greenback, die auch durch die gestrigen starken Dienstleistungs-PMIs unterstützt wird.
Japanische Regierungsbeamte haben seit gestern einige verbale Interventionen zur Unterstützung des Yen vorgenommen, wobei Kabinettschef Hirokazu Matsuno laut Reuters seine Besorgnis über "schnelle, einseitige Bewegungen auf dem Währungsmarkt in letzter Zeit " zum Ausdruck brachte. [1]
Die Märkte wischten diesen Kommentar jedoch beiseite, und USD/JPY weitete heute seine Gewinne auf neue 24-Jahres-Hochs aus und näherte sich 144,00. Damit rückt die Marke von 147,90 in den Blickpunkt, auch wenn es für Bewegungen über dieses Niveau hinaus noch zu früh sein könnte.
Trotz des klaren und anhaltenden Aufwärtstrends könnten die überkauften Bedingungen, die der Relative Strength Index offenbart, zu einer Deflation unter 142,49 führen, aber eine Korrektur, die 139,39-138,83 durchbrechen würde, scheint in diesem Stadium schwierig.
Die Märkte werden nach weiteren (verbalen oder tatsächlichen) Interventionen Ausschau halten, da sie die morgigen Wachstumszahlen aus Japan und die Rede des Fed-Vorsitzenden Powell am Donnerstag abwarten, kurz bevor die Kommunikationssperre beginnt.

Nikos Tzabouras
Senior Financial Editorial Writer
Nikos Tzabouras is a graduate of the Department of International & European Economic Studies at the Athens University of Economics and Business. With extensive experience in market analysis and a strong foundation in international relations, he brings a unique perspective to financial markets. Nikos emphasizes not only technical analysis but also on fundamentals and the growing influence of geopolitics on financial trends.
As a Senior Financial Editorial Writer, he delivers comprehensive and forward-looking insights across a wide range of asset classes, including equities, commodities, and currencies. His work explores how macroeconomic events, political developments, and global policies impact market dynamics, providing readers with a deeper understanding of both short-term movements and long-term trends.
Quellenangaben
| Abgerufen am 07 Sep 2022 https://www.cmegroup.com/trading/interest-rates/countdown-to-fomc.html# |
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