Der Run-Off ihrer Agency-MBS macht die Reduzierung der Fed-Bilanz angesichts des Straffungszyklus schwierig

Aus dem Protokoll der Fed-Sitzung vom März geht hervor, dass die Reduzierung der Fed-Bilanz wahrscheinlich früher als erwartet erfolgen wird. Zwar wurde noch kein konkreter Plan festgelegt, doch heißt es in dem Protokoll, dass der Prozess "bereits nach Abschluss der nächsten Sitzung im Mai" beginnen könnte, während der Marktkonsens davon ausging, dass die quantitative Straffung erst im Juli beginnen würde. Im Protokoll heißt es außerdem, dass der EZB-Rat "voraussichtlich auf einer der nächsten Sitzungen mit dem Abbau seiner Bestände an Staatsanleihen und Agency-Schuldtiteln sowie Agency-Hypothekenpapieren beginnen wird" (https://www.federalreserve.gov/monetarypolicy/files/fomcminutes20220316.pdf).

Die Fed handelt, um die grassierende Inflation einzudämmen. Zu diesem Zweck sagte Fed-Gouverneurin Lael Brainard, traditionell eine Taube, am Dienstag, dass "es von größter Wichtigkeit ist, die Inflation zu senken" und dass die Fed damit beginnen wird, "die Bilanz in raschem Tempo zu reduzieren, sobald wir im Mai tagen" (www.cnbc.com). Dem Protokoll zufolge wird die Straffung auf 60 Mrd. USD/Monat für Staatsanleihen und 35 Mrd. USD/Monat für MBS von Agenturen begrenzt und über einen Zeitraum von drei Monaten (oder länger, wenn die Marktbedingungen dies rechtfertigen) gestaffelt. Zugegeben, das ist deutlich mehr als die kombinierte Obergrenze von 10 Mrd. USD/Monat im Jahr 2017, aber die Bilanzgröße macht dies zu einem ganz anderen Thema.

Die Fed hält derzeit rund 3 Mrd. USD an MBS. Angesichts steigender Zinssätze besteht ein inhärentes Verlängerungsrisiko, das sich auf die Reduzierungspläne der Fed auswirkt. Dies wird noch dadurch verschärft, dass die Preise von Anleihen in der Regel sinken, wenn die Zinsen steigen, was bedeutet, dass die Fed ihre längerfristigen Bestände wahrscheinlich mit Verlust verkaufen wird. Die Fed steht also unter Druck, wenn sie versucht, ihre Bilanz zu verkleinern. Neben dem Stagflationshindernis macht diese Komplikation die Umsetzung einer strafferen Geldpolitik schwierig. Da die Wohnungswirtschaft jedoch fast 20 % der US-Wirtschaft ausmacht, ist dieser Prozess ein weiterer Gegenwind, den die Fed bei ihren Bemühungen um eine aggressive Straffung in den Griff bekommen muss.

Russell Shor

Senior Market Specialist

Russell Shor is a Senior Market Strategist at FXCM, having been promoted to the role in 2025 in recognition of his depth of insight and consistent delivery of high-impact market analysis. He originally joined FXCM in October 2017 as a Senior Market Specialist.

Russell holds an Honours Degree in Economics from the University of South Africa, is a certified FMVA®, and a full member of the Society of Technical Analysts (UK). With over 20 years of experience in financial markets, his work is renowned for its clarity, precision, and strategic value across asset classes.

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