EUR/USD tritt im Vorfeld der US-Inflationsdaten auf der Stelle
EUR/USD Analyse
In der vergangenen Woche hatte die US-Notenbank das Tempo ihres Straffungszyklus verlangsamt, ihre aggressive Haltung jedoch beibehalten, während die Beamten ihre Prognosen für den angemessenen politischen Kurs anhoben. Sie gehen nun davon aus, dass die Zinssätze bei einem Mittelwert von 5,1 % ihren Höhepunkt erreichen werden, was eine weitere Anhebung um 75 Basispunkte bedeutet. [1]
In ähnlicher Weise ging die Europäische Zentralbank auf eine Erhöhung um 50 Basispunkte zurück, war aber ebenfalls sehr aggressiv und übertraf damit sogar ihr US-Pendant. Sie signalisierte eine weitere Straffung, wobei Frau Lagarde sagte, dass die Zinssätze "für eine gewisse Zeit in einem Tempo von 50 Basispunkten " angehoben werden müssten, was die Tür für potenzielle Erhöhungen um 100 Basispunkte öffnete. [1]
Das Paar weitete seinen Anstieg in der vergangenen Woche auf Sechsmonatstiefs aus und durchbrach die wichtige 38,2 %-Fibonacci-Marke des Anstiegs zwischen dem Hoch von 2021 und den Tiefs von 2022. Es hat jedoch an Schwung verloren und konsolidiert sich in diesem Bereich, da die Anleger den geldpolitischen Kurs der EZB und der Fed bewerten und die Urlaubsflaute einsetzt.
Die Märkte warten nun auf die US-PCE-Zahlen vom Freitag, das von der Fed bevorzugte Maß für die Inflation, die für Volatilität sorgen und den Kurs des USDOLLAR bestimmen können. Die PCE-Gesamtinflation hatte sich im Oktober auf +6,0 % im Jahresvergleich verlangsamt und damit den niedrigsten Wert des Jahres erreicht, während die Kerninflation auf 5 % im Jahresvergleich zurückging.
EUR/USD hat das Steuer in der Hand und kann neue Höchststände in Richtung 1,0787 erreichen, benötigt aber einen Katalysator, um die 1,1000 zu erreichen.
Das Momentum ist jedoch an der kritischen 38,2 %-Fibonacci-Marke zum Stillstand gekommen, und solange es nicht zu einem neuen Durchbruch kommt, ist EUR/USD anfällig für Abwärtsdruck zurück in Richtung 1,0500. Ein Tagesschlusskurs unter dem EMA200 (1,0400), der die Tendenz nach unten verschieben würde, scheint jedoch unter den derzeitigen Bedingungen nicht einfach zu sein.

Nikos Tzabouras
Senior Financial Editorial Writer
Nikos Tzabouras is a graduate of the Department of International & European Economic Studies at the Athens University of Economics and Business. With extensive experience in market analysis and a strong foundation in international relations, he brings a unique perspective to financial markets. Nikos emphasizes not only technical analysis but also on fundamentals and the growing influence of geopolitics on financial trends.
As a Senior Financial Editorial Writer, he delivers comprehensive and forward-looking insights across a wide range of asset classes, including equities, commodities, and currencies. His work explores how macroeconomic events, political developments, and global policies impact market dynamics, providing readers with a deeper understanding of both short-term movements and long-term trends.
Quellenangaben
| Abgerufen am 21 Dez 2022 https://www.federalreserve.gov/monetarypolicy/fomcpresconf20221214.htm |
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