EUR/USD erholt sich von den 20-Jahres-Tiefs vom Montag
EUR/USD Analyse
Die historische Zinserhöhung um 75 Basispunkte durch die Fed am vergangenen Mittwoch hat zusammen mit der hawkishen Rhetorik und dem verbesserten politischen Kurs die Dominanz des US-Dollars gegenüber praktisch allen anderen Währungen wiederhergestellt. Sie hat auch die Rezessionsängste wieder aufleben lassen, da die politischen Entscheidungsträger eine sanfte Landung im Grunde aufgegeben haben.
Dies führte dazu, dass EUR/USD seine schlechteste Woche des Jahres erlebte, und die neue Woche begann in ähnlicher Weise, wobei das Paar am Montag auf den niedrigsten Stand seit Juni 2002 (0,9552) fiel, bevor es einen Teil seiner Verluste wieder aufholen konnte.
Auch die Europäische Zentralbank hat in den letzten Monaten eine aggressive Zinspolitik betrieben und weitere Zinserhöhungen in Aussicht gestellt, während sich die politischen Entscheidungsträger in letzter Zeit besorgt über den Verfall des Euro zeigten
Frau Lagarde wiederholte diese Punkte gestern und sagte, dass "wir davon ausgehen, dass wir die Zinssätze in den nächsten Sitzungen weiter anheben werden " und dass die "Abwertung des Euro ebenfalls zum Aufbau von Inflationsdruck beigetragen hat ". [1]
EUR/USD profitiert heute von diesen Kommentaren und der Deflation des Greenback und erholt sich, während der Relative Strength Index über 50 steigt. Dies kann zu neuen Wochenhöchstständen (0,9701-4) führen, die einen Blick auf 0,9798-0,9800 und das 38,2 %-Fibonacci-Faktor des September-Einbruchs ermöglichen. Allerdings sind Tagesschlusskurse über dem EMA100 im Bereich von 0,9700 erforderlich, damit der unmittelbare Abwärtstrend unterbrochen wird.
Trotz der heutigen positiven Stimmung ist eine nachhaltige Erholung unter den gegenwärtigen Bedingungen schwer vorstellbar, und EUR/USD bleibt dem Risiko eines erneuten Drucks in Richtung 0,9552 ausgesetzt, auch wenn sich Bewegungen unter 0,9483 kurzfristig als schwer zu erreichen erweisen könnten.
Auf dem heutigen Wirtschaftskalender stehen die langlebigen Wirtschaftsgüter aus den USA im Vordergrund, während auch neue Aussagen von Frau Lagarde erwartet werden.

Nikos Tzabouras
Senior Financial Editorial Writer
Nikos Tzabouras is a graduate of the Department of International & European Economic Studies at the Athens University of Economics and Business. With extensive experience in market analysis and a strong foundation in international relations, he brings a unique perspective to financial markets. Nikos emphasizes not only technical analysis but also on fundamentals and the growing influence of geopolitics on financial trends.
As a Senior Financial Editorial Writer, he delivers comprehensive and forward-looking insights across a wide range of asset classes, including equities, commodities, and currencies. His work explores how macroeconomic events, political developments, and global policies impact market dynamics, providing readers with a deeper understanding of both short-term movements and long-term trends.
Quellenangaben
| Abgerufen am 17 Mai 2026 https://www.ecb.europa.eu/press/key/date/2022/html/ecb.sp220926_1~0bd6fcc86c.en.html |
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