EUR/GBP am Rande eines Todeskreuzes, während sich die Märkte auf die Zinsentscheidung der BoE vorbereiten

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BoE Erhöhte Erwartungen

Die Bank of England hat die Zinssätze fünfmal in Folge erhöht, angefangen im Dezember, hat sich aber auf nicht mehr als 0,25 % Anpassungen beschränkt, obwohl einige Beamte für größere Erhöhungen gestimmt haben.

Die Zentralbank könnte jedoch bereit sein, auf der Sitzung am Donnerstag mit den Konventionen zu brechen, indem sie sich für eine aggressivere Anhebung um 50 Basispunkte entscheidet, die die größte seit 1995 wäre - falls sie zustande kommt. Die Markterwartungen haben sich auf ein solches Ergebnis zubewegt, nachdem Gouverneur Bailey vor einigen Wochen gesagt hatte, dass eine Anhebung um 0,5 % "eine der Optionen auf dem Tisch " sei. [1]

Er warnte jedoch davor, dass dies nicht festgeschrieben sei und dass die Erfolgsbilanz der BoE in Bezug auf Leitlinien alles andere als glänzend sei. Die BoE hat in der jüngsten Vergangenheit ihre Absichten falsch kommuniziert und die Märkte in die Irre geführt, wobei der Zeitpunkt der Anhebung im letzten Jahr wohl das beste Beispiel ist.

Selbst wenn sie die Zinssätze um 50 Basispunkte anhebt, scheint dies nicht nachhaltig zu sein, und angesichts von Rezessionsängsten könnte sich das Tempo der Straffung verlangsamen.

EZB Aufhebung

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat im Juli zum ersten Mal seit mehr als zehn Jahren die Zinsen angehoben und ist damit ihren großen Pendants mit deutlicher Verzögerung gefolgt. Sie tat dies jedoch mit Nachdruck, da sie die Zinssätze um 50 Basispunkte anhob und damit mehr als zuvor mitgeteilt hatte.

Trotz des Zinsschritts äußerte sich Frau Lagarde eher vage zu den Absichten der politischen Entscheidungsträger im Hinblick auf die nächste Sitzung im September und wies darauf hin, dass frühere Forward Guidance "nicht mehr anwendbar " sind. [2]

Die himmelhohe Inflation setzt die EZB unter Druck, die Geldpolitik aggressiver zu straffen, während die Befürchtungen eines wirtschaftlichen Abschwungs möglicherweise überzogen sind, da die Eurozone nach den vorläufigen Daten der letzten Woche im zweiten Quartal um gesunde 4 % gewachsen ist.

In Anbetracht dessen und der jüngsten Äußerungen verschiedener Beamter scheint eine weitere Anhebung um 0,5 % zum jetzigen Zeitpunkt nicht abwegig zu sein, auch wenn die nächste Sitzung erst in einem Monat stattfindet, was eine lange Zeitspanne ist.

EUR/GBP Analyse

Die übermäßige Anhebung der EZB-Leitzinsen im Juli hat dem Paar nicht viel geholfen, da Zweifel über den nächsten Schritt und steigende Erwartungen in Bezug auf die Bank of England im Juli einen Kurssturz verursachten.

Die nächste Etappe der Bewegung wird wahrscheinlich von der morgigen BoE-Entscheidung und den Forward Guidance bestimmt werden, während der weitere Verlauf von der geldpolitischen Differenz zwischen den beiden Banken abhängt. Wir erwarten auch die aktualisierten Wirtschaftsprognosen und Vorsicht ist geboten, insbesondere angesichts der schlechten Kommunikationsfähigkeiten der BoE.

EUR/GBP hat den schlechtesten Monat seit drei Jahren hinter sich, und das technische Umfeld hat sich deutlich verschlechtert. Auf dem Tages-Chart hat er das entscheidende 38,2%-Fibonacci-Faktor des Hochs von 2020 und des Tiefs von 2022 verworfen und steht nun kurz davor, ein Todeskreuz zu bilden, wobei der EMA50 unter den EMA200 fällt.

Wir wissen nicht, ob dies tatsächlich der Fall sein wird, aber das letzte Mal war dies während des Abwärtstrends 2021-2022 der Fall. Angesichts der oben genannten Faktoren wären neue Mehrjahrestiefs (0,8202) keine Überraschung. Andererseits nähert sich der Relative-Stärke-Index dem überverkauften Bereich, was dem Euro zu einer Erholung verhelfen könnte.

Auf dem H4-Chart hat der jüngste Kurssturz die Marke von 0,8247 in den Blickpunkt gerückt, doch für einen Durchbruch ist ein starker Katalysator erforderlich, während eine anhaltende Schwäche unter 0,8200 vorerst nicht einfach erscheint.

Andererseits könnte EUR/GBP, falls die BoE keine Ergebnisse liefert, die Gelegenheit zur Erholung finden, aber die Region oberhalb des EMA200 (0,8480) stellt ein bedeutendes Hindernis dar, das die Ichimoku-Wolke auf dem Tages-Chart und die absteigende Trendlinie vom diesjährigen Hoch enthält.

Nikos Tzabouras

Senior Market Specialist

Nikos Tzabouras is a graduate of the Department of International & European Economic Studies at the Athens University of Economics and Business. He has a long time presence at FXCM, as he joined the company in 2011. He has served from multiple positions, but specializes in financial market analysis and commentary.

With his educational background in international relations, he emphasizes not only on Technical Analysis but also in Fundamental Analysis and Geopolitics – which have been having increasing impact on financial markets. He has longtime experience in market analysis and as a host of educational trading courses via online and in-person sessions and conferences.

Quellenangaben

1

Abgerufen am 03 Aug 2022 https://www.bankofengland.co.uk/speech/2022/july/andrew-bailey-speech-at-mansion-house-financial-and-professional-services-dinner

2

Abgerufen am 12 Aug 2022 https://www.youtube.com/watch

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