Die Zentralbanken sind optimistisch, aber das Wachstum gibt Anlass zur Sorge

Fed

Die Zentralbanken sind im Kampf gegen die galoppierende Inflation sehr zurückhaltend. Die US-Notenbank zeigte sich unbeeindruckt von der Schrumpfung des ersten Quartals um 1,4 % (Prognose: 1,1 %) und hob die Zinsen am 4. Mai um 50 Basispunkte an. Der Fed-Vorsitzende Jerome Powell bereitete den Markt ebenfalls auf weitere 50 Basispunkte im Juni und Juli vor. Er nahm 75 Basispunkte für diese Sitzungen vom Tisch

Wie wir jedoch in einem [früheren Artikel] (https://www.fxcm.com/markets/insights/what-to-expect-from-the-fed-today/) festgestellt haben, hinkt die Fed bei den Zinserwartungen immer noch hinter dem Markt her. Außerdem sind die Beschäftigungskosten hoch, der Beschäftigungskostenindex lag im Quartal bei 1,4 %. Wenn die Inflation also weiter wütet, könnten 75 Basispunkte immer noch im Spiel sein. Das Problem für die Fed besteht darin, dass sich ihr Kampf gegen die Inflation mit hoher Wahrscheinlichkeit negativ auf die Wirtschaftstätigkeit auswirken wird

BoE

Die Bank of England hat den Leitzins seit Dezember viermal angehoben und liegt nun bei 1 %. Die Erklärung der BoE ist von grundlegender Bedeutung, denn sie prognostiziert eine zweistellige Inflationsrate von 10 % bis zum vierten Quartal 2022, aber es wird erwartet, dass sich das britische BIP-Wachstum in der ersten Hälfte des Prognosezeitraums stark verlangsamen wird", und wir stellen fest, dass drei der neun MPC-Mitglieder dagegen waren und sich für eine Erhöhung um 50 Basispunkte anstelle der 25 Basispunkte entschieden, die wir erhalten haben

In Anbetracht dieser Tatsache und des Kommentars gehen wir davon aus, dass die BoE überlegt hat, die Zinserhöhungen vorzuziehen, so dass künftige Erhöhungen geringer ausfallen als vom Markt erwartet. Obwohl mit Zinserhöhungen gerechnet wird, werden sich diese verjüngen, d. h., die Zentralbank hat sich eine gewisse Zurückhaltung auferlegt. Der GBPUSD verzeichnete daraufhin einen heftigen Abverkauf

EZB

Die EZB ist mit ihrem geldpolitischen Kurswechsel weit zurück. Allerdings wächst die Erwartung, dass die EZB die Zinsen eher früher als später anheben wird. Die Falken im EZB-Rat haben sich lautstark zu Wort gemeldet, und die Tauben sind bereit, zu kapitulieren. EZB-Chefvolkswirt Philip Lane und EZB-Direktoriumsmitglied Fabio Panetta sind nun offen für eine Zinserhöhung in den kommenden Monaten.

Diese Kehrtwende erfolgt, nachdem die Inflation in der Eurozone im April 7,5 % erreicht hat. Außerdem wird der heftige Rückgang des EURUSD im Jahr 2022 die Inflation weiter anheizen. Die Juli-Sitzung wird somit für eine mögliche Anhebung und den Beginn des EZB-Zyklus interessant, wenn auch mit einer geringeren Amplitude als in anderen Regionen. Diese Begrenzung ist auf die zusätzliche Komplexität der Region zurückzuführen. Die südeuropäischen Länder haben mehr Staatsschulden und werden sich wahrscheinlich bis 2023 gegen Zinserhöhungen wehren. Darüber hinaus birgt die Region aufgrund ihrer starken Abhängigkeit von Russland bei der Energieversorgung ein höheres Risiko für eine Stagflation.

Russell Shor

Senior Market Specialist

Russell Shor joined FXCM in October 2017 as a Senior Market Specialist. He is a certified FMVA® and has an Honours Degree in Economics from the University of South Africa. Russell is a full member of the Society of Technical Analysts in the United Kingdom. With over 20 years of financial markets experience, his analysis is of a high standard and quality.

Haftungsausschluss

Diese Unterlagen stellen Marketingkommunikation dar und berücksichtigen nicht Ihre persönlichen Umstände, Ihre Anlageerfahrung oder Ihre aktuelle finanzielle Situation. Der Inhalt wird als allgemeiner Marktkommentar zur Verfügung gestellt und sollte nicht als irgendeine Art von Anlageberatung, Empfehlung und/oder als Aufforderung zur Durchführung von Transaktionen verstanden werden. Dieser Marktkommentar ist weder eine Aufforderung noch eine Verpflichtung für Sie, ein Anlagegeschäft zu tätigen und/oder Anlageprodukte oder Dienstleistungen zu erwerben. Diese Unterlagen wurden nicht in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen erstellt und unterliegen keinem Verbot hinsichtlich des Handels vor der Verbreitung von Finanzanalysen.

FXCM und seine Partner haften in keiner Weise für Ungenauigkeiten, Fehler oder Auslassungen im Inhalt dieser Unterlagen, unabhängig von der Ursache, oder für Schäden (egal ob direkte oder indirekte), die aus der Nutzung dieser Unterlagen, Services und deren Inhalten entstehen können. Folglich handelt jede Person, die auf diese Unterlagen zugreift, ausschließlich auf eigenes Risiko. Bitte vergewissern Sie sich, dass Sie unseren Haftungsausschluss und die Haftungsbestimmungen bezüglich der vorstehenden Informationen vollständig gelesen und verstanden haben, die Sie hier aufrufen können.

Historische Performance: Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein Indikator für zukünftige Ergebnisse.

${getInstrumentData.name} / ${getInstrumentData.ticker} /

Börsenplatz: ${getInstrumentData.exchange}

${getInstrumentData.bid} ${getInstrumentData.divCcy} ${getInstrumentData.priceChange} (${getInstrumentData.percentChange}%) ${getInstrumentData.priceChange} (${getInstrumentData.percentChange}%)

${getInstrumentData.oneYearLow} 52/wk Range ${getInstrumentData.oneYearHigh}