Hüten Sie sich davor, zu früh vom USDOLLAR-Zug abzuspringen

  • USDOLLAR
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Der USDOLLAR-Korb von FXCM hat sich in den letzten vier Handelstagen abgeschwächt. Dabei hat sich der Korb von seinem zinsbullischen Bereich zwischen den oberen blauen und roten Bändern in den neutralen Bereich zwischen den blauen Bändern bewegt. Auf relativer Basis deutet dies auf eine Schwäche des Greenback hin. Darüber hinaus zeigt der Stochastik eine Erosion des Tagesmomentums an und fällt unter 80 (grünes Rechteck). Wir sind jedoch vorsichtig, wenn es darum geht, ein absolutes Top beim Dollar auszurufen. Betrachten wir das USDOLLAR-Wochenchart:


Längerfristig hat der USDOLLAR einen höheren Tiefpunkt gefolgt von einem höheren Höchststand verzeichnet. Somit ist der primäre Trend des Greenback aufwärts gerichtet. Sein RSI ist jedoch überhöht und im Begriff, sich zu entspannen (blaue Vertikale). Dieser Vorgang muss zwangsläufig mit einer Dollarschwäche einhergehen. Sobald sich der Zustand des Oszillators jedoch normalisiert hat, könnte er die Grundlage für höhere Dollarkurse bilden.

Die Analyse des Devisenmarktes ist in letzter Zeit schwieriger geworden. Ein Grund dafür ist, dass es sich immer noch um einen sicheren Hafen handelt und die Unsicherheit auf den Risikomärkten anhält. Ein weiterer Grund ist der Übergang vom absoluten Einfluss der Zentralbank zum relativen Einfluss. Das heißt, die Fed ist nicht mehr die einzige Zentralbank, die eine aggressive Straffung anstrebt, sondern auch andere sind auf den Plan getreten

So wird beispielsweise die EZB morgen ihren Hauptrefinanzierungssatz um mindestens 25 Basispunkte anheben. Gestern tauchte ein Bericht auf, in dem von einer möglichen Erhöhung um 50 Basispunkte die Rede war; dies ist jedoch spekulativ. Ein weiteres Beispiel ist die überraschende Anhebung der Leitzinsen um 100 Basispunkte durch die BoC in der vergangenen Woche. Gleichzeitig schwankte die Erwartung für die Zinserhöhung der Fed am 27. Juli zwischen 75 und 100 Basispunkten, bevor man sich auf 75 einigte.

Aller Wahrscheinlichkeit nach ist die Fed jedoch nach wie vor tonangebend. Betrachten wir zum Beispiel den Spread zwischen deutschen und amerikanischen 2-jährigen Anleihen

Quelle: www.tradingview.com

Die Zentralbanken versuchen, das kurze Ende der Kurve durch ihre Geldpolitik zu beeinflussen. In Anbetracht dessen zeigt das obere Schaubild einen deutlichen Rückgang der deutschen Note im Vergleich zur US-Note. Andererseits behielt die Stochastik (zweite Grafik) ihr unteres Quintil bei, da die Politik der Fed dominierte (grünes Rechteck). Diese Stärke ging mit der Abwertung des EURUSD einher (unteres Schaubild)

Abgesehen von einer leichten Erholung der Spreads, die dem EURUSD zugute kam (rotes Rechteck), bewegt sich das Momentum wieder zugunsten der Fed. Wenn der Stochastik das untere Quintil erreicht und beibehält (roter Pfeil), wird EURUSD erneut unter Druck geraten.

Russell Shor

Senior Market Specialist

Russell Shor is a Senior Market Strategist at FXCM, having been promoted to the role in 2025 in recognition of his depth of insight and consistent delivery of high-impact market analysis. He originally joined FXCM in October 2017 as a Senior Market Specialist.

Russell holds an Honours Degree in Economics from the University of South Africa, is a certified FMVA®, and a full member of the Society of Technical Analysts (UK). With over 20 years of experience in financial markets, his work is renowned for its clarity, precision, and strategic value across asset classes.

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