Bank of England erhöht erneut die Zinssätze, GBP/USD sinkt
Vierte Zinserhöhung in Folge
Die Bank of England (BoE) hat heute erwartungsgemäß ihre vierte Zinserhöhung in Folge vorgenommen und damit die längste Straffungsphase seit 2007 eingeleitet. Es handelte sich um einen weiteren Zinsschritt um 25 Basispunkte, der von einer Mehrheit von sechs Mitgliedern beschlossen wurde und die Zinssätze auf 1 % anhob, während drei Beamte sich gegen eine größere Anhebung um einen halben Prozentpunkt aussprachen. [1]
Die Zentralbank geht nun davon aus, dass die Zinssätze im zweiten Quartal 2023 auf 2,5 % steigen werden, wobei die meisten Mitglieder des Ausschusses der Ansicht sind, dass ein gewisses Maß an weiterer Straffung der Geldpolitik in den kommenden Monaten noch angemessen sein könnte ".
Darüber hinaus wird die Bank of England nun in Erwägung ziehen, mit dem Verkauf von britischen Staatsanleihen, die im Rahmen der Asset Purchase Facility gehalten werden, zu beginnen, aber es wurden noch keine konkreten Entscheidungen getroffen.
Steigende Inflation & Verlangsamung des BIP
Der Verbraucherpreisindex (VPI) ist im März im Jahresvergleich um 7 % gestiegen, was den höchsten Wert in der seit Januar 1997 laufenden nationalen Statistikreihe und den höchsten Wert in der historischen Modellreihe seit März 1992 darstellt.
Die Beamten rechnen mit einem weiteren Anstieg der Verbraucherpreise und gehen davon aus, dass der Verbraucherpreisindex im letzten Quartal des Jahres einen schockierenden Höchststand von über 10 % erreichen wird, wobei sie darauf hinweisen, dass der globale Inflationsdruck nach dem Einmarsch Russlands in der Ukraine stark zugenommen hat ".
Dies hat zu einer wesentlichen Verschlechterung " der Konjunkturaussichten geführt, und es wird erwartet, dass sich das britische BIP "in der ersten Hälfte des Prognosezeitraums stark abschwächen wird ", trotz der höheren Schätzung von 0,9 % Wachstum für Q1 2022.
GBP/USD-Reaktion
Das Währungspaar hat vier negative Monate hinter sich und fällt nach der BoE-Entscheidung auf neue, fast zweijährige Tiefststände. Gestern hatte es sich nach der größten Zinserhöhung der Fed seit mehr als 20 Jahren erholt

Nikos Tzabouras
Senior Financial Editorial Writer
Nikos Tzabouras is a graduate of the Department of International & European Economic Studies at the Athens University of Economics and Business. With extensive experience in market analysis and a strong foundation in international relations, he brings a unique perspective to financial markets. Nikos emphasizes not only technical analysis but also on fundamentals and the growing influence of geopolitics on financial trends.
As a Senior Financial Editorial Writer, he delivers comprehensive and forward-looking insights across a wide range of asset classes, including equities, commodities, and currencies. His work explores how macroeconomic events, political developments, and global policies impact market dynamics, providing readers with a deeper understanding of both short-term movements and long-term trends.
Quellenangaben
| Abgerufen am 07 Jul 2026 https://www.bankofengland.co.uk/monetary-policy-summary-and-minutes/2022/may-2022 |
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