AUD/USD steigt nach Anstieg der australischen CPI-Inflation
AUD/USD Analyse
Die heute veröffentlichten Daten zeigen, dass der Konjunkturpreisindex im ersten Quartal 2022 (im Jahresvergleich) um 5,1% gestiegen ist, gegenüber 3,5% zuvor. Der getrimmte Mittelwert, der starke Preissteigerungen und -rückgänge ausschließt, stieg im Jahresvergleich auf 3,7% und erreichte damit den höchsten Stand seit März 2009.
Die Reserve Bank of Australia (RBA) liegt bei der Straffung der Geldpolitik weit hinter ihren wichtigsten Konkurrenten zurück, hat sich aber in letzter Zeit in eine restriktivere Richtung bewegt. Im Februar hatte sie ihr Programm zum Ankauf von Vermögenswerten beendet, während sie auf der letzten Sitzung im März das Versprechen der "Geduld" fallen ließ.
Die heutigen Inflationszahlen unterstützen eine restriktivere Haltung, und es bleibt abzuwarten, wann die RBA bereit sein wird, die Zinssätze zu erhöhen. Die nächste geldpolitische Entscheidung steht nächste Woche an, noch vor den australischen Bundeswahlen Ende Mai.
AUD/USD ging nach den heutigen Daten in die Offensive und versucht, seine fünftägige Verluststrähne zu beenden. Er hat nun den EMA100 (0,7230) im Fadenkreuz, wird aber wahrscheinlich neue Impulse benötigen, um ihn zu überwinden und sich dem 200-Tage-EMA (0,7330) zuzuwenden.
Trotz der heutigen Erholung verzeichnet das Paar einen schwachen Monat und seine fünfte Verlustwoche in Folge, wobei ein unmittelbares Abwärtsrisiko besteht, solange es unter dem EMA100 bleibt. Darüber hinaus ist das geldpolitische Gefälle zwischen der Fed und der RBA nach wie vor ungünstig, und es gibt viele Risikofaktoren, die die Stimmung belasten können.
Somit besteht weiterhin das Risiko neuer Monatstiefs (0,7119), aber die Tiefststände von 2022 (0,7032) sind in diesem Stadium noch weit entfernt.

Nikos Tzabouras
Senior Financial Editorial Writer
Nikos Tzabouras is a graduate of the Department of International & European Economic Studies at the Athens University of Economics and Business. With extensive experience in market analysis and a strong foundation in international relations, he brings a unique perspective to financial markets. Nikos emphasizes not only technical analysis but also on fundamentals and the growing influence of geopolitics on financial trends.
As a Senior Financial Editorial Writer, he delivers comprehensive and forward-looking insights across a wide range of asset classes, including equities, commodities, and currencies. His work explores how macroeconomic events, political developments, and global policies impact market dynamics, providing readers with a deeper understanding of both short-term movements and long-term trends.
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