GER30 stürzt wegen erneuter Ukraine-Beunruhigung ab
GER30 - H4
Der Tag begann mit der Hoffnung auf eine diplomatische Lösung des Ukraine-Konflikts, nachdem das Weiße Haus am Sonntag bekannt gegeben hatte, dass US-Präsident Biden "im Prinzip " einem Treffen mit dem russischen Präsidenten Putin zustimmt, das aber nur stattfinden wird, "wenn es nicht zu einer Invasion kommt".
Russland sagt jedoch, dass es keine konkreten Pläne für ein solches Gipfeltreffen gibt, wie Medien berichten, was zu neuer Nervosität und einer neuen Welle der Risikoaversion an den Märkten führt. [2]
Deutschland und Europa sind von russischem Gas abhängig, und jede Unterbrechung kann die Preise in die Höhe treiben, wobei die hohe Inflation den Block bereits belastet. Weitere schlechte Nachrichten kamen von der Bundesbank, die sagte, dass "die deutsche Wirtschaftsleistung im ersten Quartal 2022 wahrscheinlich wieder deutlich zurückgehen wird ". Sie sieht jedoch eine "kräftige " Erholung im zweiten Quartal, sofern "die Pandemie abklingt und sich die Versorgungsengpässe weiter entspannen ". [3]
Die vorläufigen Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe in Deutschland und der Eurozone waren enttäuschend, während die deutsche Erzeugerpreisinflation im Januar um 25 % gegenüber dem Vorjahr anstieg, nachdem sie zuvor +24,2 % betragen hatte.
Der GER30 begann den Tag offensiv, aber nachdem die Stimmung kippte, kam es zu einem kompletten Umschwung und er setzt nun neue 2022-Tiefs, wie wir in unserer letzten Analyse gewarnt hatten. Damit ist er bis 14.448 ausgesetzt, aber für einen tieferen Rückgang in Richtung 13.848 könnte ein neuer Katalysator erforderlich sein.
Trotz des starken Rückgangs ist die Bewegung überzogen, was dem Index Unterstützung bieten und eine Rückkehr über die 15.000er-Marke ermöglichen könnte. Allerdings ist eine deutliche und nachhaltige Stimmungsverbesserung erforderlich, um den EMA200 und die absteigende Trendlinie von den diesjährigen Höchstständen (bei etwa 15.450) zu erreichen.
Vorsicht ist geboten, da die Volatilität hoch ist und wir viele Stimmungsumschwünge gesehen haben, da die Märkte die Nachrichten über die Ukraine verdauen.

Nikos Tzabouras
Senior Financial Editorial Writer
Nikos Tzabouras is a graduate of the Department of International & European Economic Studies at the Athens University of Economics and Business. With extensive experience in market analysis and a strong foundation in international relations, he brings a unique perspective to financial markets. Nikos emphasizes not only technical analysis but also on fundamentals and the growing influence of geopolitics on financial trends.
As a Senior Financial Editorial Writer, he delivers comprehensive and forward-looking insights across a wide range of asset classes, including equities, commodities, and currencies. His work explores how macroeconomic events, political developments, and global policies impact market dynamics, providing readers with a deeper understanding of both short-term movements and long-term trends.
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