GER30 sinkt angesichts der Inflation bei den Erzeugern

GER30 Analyse

Die Inflation in der größten europäischen Volkswirtschaft ist im August auf ein neues Rekordhoch gestiegen und hat damit nicht nur die vorherigen Werte, sondern auch die Erwartungen deutlich übertroffen.

Der deutsche Erzeugerpreisindex stieg gegenüber dem Vormonat um 7,9 % (zuvor 5,3 %) und auf Jahresbasis um 45,8 % (zuvor 37,2 %). Hauptverantwortlich dafür war der Anstieg der Energiepreise, die nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Vergleich zum August 2021 um 139% und im Vergleich zum Juli 2022 um 20,4% gestiegen sind. [1]

Darüber hinaus stiegen die Erdgaspreise (Verteilung) um 209,4 % im Vergleich zum Vorjahr, und die Kraftwerke mussten 269,1 % mehr für Erdgas bezahlen, da die Nord-Stream-Pipeline seit Ende August geschlossen ist.

Zu Beginn des Monats war der Verbraucherpreisindex sowohl in Deutschland (+7,9 % im Jahresvergleich) als auch in der Eurozone (+9,1 % im Jahresvergleich) in die Höhe geschnellt, während die Europäische Zentralbank (EZB) eine historische Zinserhöhung um 75 Basispunkte vorgenommen hatte, um die Inflation zu senken. Darüber hinaus wiesen Beamte darauf hin, dass trotz der prognostizierten wirtschaftlichen Verlangsamung weitere Straffungen bevorstehen. [2]

Dies schafft ein ungünstiges Umfeld für den GER30, der einen volatilen Start in die Woche erlebt und heute trotz der positiven Wende vom Montag fällt. Die Bären behalten die Kontrolle und die Möglichkeit, auf neue 2-Jahres-Tiefs (12.373) zu drängen, aber es könnte noch zu früh sein, um von einer nachhaltigen Schwäche unter 12.135 zu sprechen.

Trotz der restriktiven Haltung der EZB und der Befürchtung, dass Russland die Energieexporte nach Europa vollständig einstellen könnte, zeigt sich der GER30 in diesem Monat widerstandsfähig, während eine weitere Euro-Schwäche unterstützend wirken könnte

Somit könnte sich die Gelegenheit ergeben, den EMA200 (bei etwa 13,100) in Angriff zu nehmen - ein Schlusskurs darüber würde die Abwärtstendenz unterbrechen. Der Aufwärtstrend sieht jedoch unfreundlich aus, da der Ichimoku auf dem Tages-Chart und die absteigende Trendlinie, die sich aus dem Hoch von 2022 (12.540-12.600) gebildet hat, imposante Hürden darstellen, denen der 200-Tage-EMA folgt.

Nikos Tzabouras

Senior Financial Editorial Writer

Nikos Tzabouras is a graduate of the Department of International & European Economic Studies at the Athens University of Economics and Business. With extensive experience in market analysis and a strong foundation in international relations, he brings a unique perspective to financial markets. Nikos emphasizes not only technical analysis but also on fundamentals and the growing influence of geopolitics on financial trends.

As a Senior Financial Editorial Writer, he delivers comprehensive and forward-looking insights across a wide range of asset classes, including equities, commodities, and currencies. His work explores how macroeconomic events, political developments, and global policies impact market dynamics, providing readers with a deeper understanding of both short-term movements and long-term trends.

Quellenangaben

1

Abgerufen am 20 Sep 2022 https://www.destatis.de/EN/Press/2022/09/PE22_397_61241.html;jsessionid=BBA8D8E70F034E1167C2337B4082CE1A.live731

2

Abgerufen am 17 Mai 2026 https://www.ecb.europa.eu/press/pr/date/2022/html/ecb.mp220908~c1b6839378.en.html

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